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Pressemitteilung zur Veranstaltung am 14.10.2016 „Pflege – aus Sicht der ehren- und hauptamtlichen Pfleger“

Die Kreisverbände Dachau und Fürstenfeldbruck der Christlich Sozialen Arbeitnehmerunion (CSA) luden am Donnerstag den 14.10.2016 in den Gasthof Groß in Bergkirchen zu einer Gesprächsrunde über soziale Gerechtigkeit mit kompetenten Gästen zum Thema Pflege – aus Sicht der ehren- und hauptamtlichen Pfleger ein.

Unter dem Motto der sozialen Gerechtigkeit nahmen an der Gesprächsrunde teil
–          Bernhard Seidenath MdL, Gesundheits- und pflegepolitischer Sprecher der CSU Landtagsfraktion wie Bezirksvorsitzender des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises der CSU
–          Claus Fussek, Dipl.- Sozialpädagoge (FH) bekannt als Pflegepapst und engagierter Verfechter der Rechte aller zu pflegenden und Pfleger
–          Ewald Homey, von VERDI  und Pfleger in einem Seniorenheim

Als Moderator konnte wieder Herr Nik Lisson von Antenne Bayern gewonnen werden.

Es war keine leichte Aufgabe, die Gesprächsteilnehmer gleichmäßig zu Wort kommen zulassen, wobei die Leidenschaft über Details dieses brisanten Themas bei Herrn Fussek sehr ausgeprägt war, so wurden doch die rechtlichen, gesellschaftlichen und politischen  Argumente diskutiert und den Besuchern nahe gebracht.

Die Politik in Anwesenheit von Herrn Seidenath MdL, stach dadurch heraus, dass er sachlich aber durchaus Emotional, die schwierige Rechtslage um und über die Pflege, sowie die bereits erreichten Maßnahmen im Pflegedienst in der Ausgestaltung der Pflegeheime und in der Ausbildung der Pfleger, den Besuchern  mitteilte.

Herr Homey berichtete über sein Arbeitsleben als Pfleger und mahnte an, dass die Pflegekräfte zu viele Überstunden vor sich herschieben, zu wenig nicht angemeldete Kontrollen in den Heimen erfolgte, sowie das Gehalt der Pfleger in keinem Verhältnis zum Pflegaufwand steht. Ein wichtiges Thema war auch, dass sehr viele Mitarbeiter mit Zeitverträgen in den Heimen tätig sind und dadurch Reibereien mit den Festangestellten zwangsläufig nicht auszuschließen sind.

Nach einem zweistündigen argumentativen Schlagaustausch mit zum Teil  leidenschaftlicher Diskussion, wurden Fragen  aus dem Publikum an die Gesprächsteilnehmer gestellt

–          wie sieht eine moderne zukunftsorientierte Pflege aus

–          wie oft werden nichtangemeldete Kontrollen gemacht

–          Dokumentationspflicht ist zu aufwendig

–          Wie steht um die Ausbildungssituation der Pfleger

–          Private Pflege – wie findet man Pflegekräfte aus dem EU-Ausland und wie findet man die zitierten Leuchtturm-Heime (sehr gut ausgestattete und geführte Heime)

–          Wie steht man zur Einrichtung einer Pflegekammer

–          Wie ist der Stand zur Umsetzung des geplanten Pflegeberufsreformgesetz es

–          Sparmaßnahmen dürfen nicht zu Lasten der Mitarbeiter gehen

–          Was wird an den Heimen geändert, in denen es schlecht läuft

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v.l.n.r.: Uschi Henseler (CSA Bezirksvorsitzende Oberbayern), Max Maierhofer (CSA Kreisvorsitzender Fürstenfeldbruck),  Claus Fussek, Bernhard Seidenath, Nik Lisson, Ewald Homey, Christian Dudyka (CSA Kreisvorsitzender Dachau)

Der Moderator beendete die Gesprächsrunde mit dem aus dem Publikum kommenden Resümee

„ Die Erkenntnis des heutigen Tages ist, dass vieles für die Pflege und die Pflegekräfte getan wird aber nicht annähernd eine adäquate Lösung zu finden ist. Die Pflege bleibt weiterhin Sache der Angehörigen“.